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"ganzheitliches denken"
nun, mein ausgangspunk war, "natürlich", das ökologische bewußtsein der 70'er. es schien ja auch eine antwort zu beinhalten auf entfremdungs-erfahrungen, die man machte, und schon zuvor in der kindheit gemacht hatte. mein problem mit diesem begriff wurde, und bleibt nun aber, daß er - wie sich schon bei den grünen selbst gezeigt hat, sich aber mit dem blick in die geschichte noch weitaus deutlicher zu erkennen gibt - kein wesentlich kritischer, sondern sozusagen apologetischer (und damit, im weltbezug, wahnhafter) ist. entfremdung wird nicht, auch in der notwendigkeit ihrer aktuellen bewältigung, gelten gelassen, sondern geleugnet: als ein problem, das nicht einfach "mit etwas gutem willen" lösbar ist. und den preis zahlen dann diejenigen, an denen sich sonst (letztlich: ohne ihre beseitigung) die unaufhebbarkeit der entfremdeten verhältnisse (zumindest, sofern sie nicht eben, und zwar praktisch, wirklich radikal kritisiert, und aufgehoben werden können) erweist. ich "verfechte" demgegenüber also kein "isoliertes" denken, sondern eines mit hinreichendem realitätsbezug, und - vor allem - dabei und damit auch respekt für diejenigen, die auch weiterhin unter dieser realität zu leiden haben. es verbindet sich m.e. mit "ganzheitlichem denken" übrigens auch eine spezifisch kleinbürgerliche illusion: letztlich genauso frei zu sein wie die großen (die ja aber in sozialer und ökonomischer hinsicht allemal bloß akzidentien, funktionen systemischer abläufe sind; und das auch durchaus regelmäßig besser wissen als ihre "kleinen" schwestern und brüder). >anchors aweigh< 1 mal bearbeitet. Zuletzt durch ex nihilo am 01.06.06 00:37. |
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Re: "ganzheitliches denken"
ex nihilo schrieb:
------------------------------------------------------- > Zitat:was verbindest du eigentlich mit dem begriff > "ganzheitliches denken"? und wieso ist es die > kehrseite von kritik an was auch immer. wäre > "isoliertes denken" in deinen augen besser?nun, > mein ausgangspunk war, "natürlich", das > ökologische bewußtsein der 70'er. es schien ja > auch eine antwort zu beinhalten auf > entfremdungs-erfahrungen, die man machte, und > schon zuvor in der kindheit gemacht hatte. dafür gibts doch die primärtherapie:[www.oshouta.de] > mein problem mit diesem begriff wurde, und bleibt > nun aber, daß er - wie sich schon bei den grünen > selbst gezeigt hat, sich aber mit dem blick in die > geschichte noch weitaus deutlicher zu erkennen > gibt - kein wesentlich kritischer, sondern > sozusagen apologetischer (und damit, im weltbezug, > wahnhafter) ist. das kritische denken scheinst du ja echt verinnerlicht zu haben. werfe mal einen blick über die mauern deines bewußtseins, es gibt auch noch eine andere welt. > entfremdung wird nicht, auch in der notwendigkeit > ihrer aktuellen bewältigung, gelten gelassen, > sondern geleugnet: als ein problem, das nicht > einfach "mit etwas gutem willen" lösbar ist. achte mal auf deinen satzbau: entfremdung wird geleugnet als ein problem, das nicht lösbar ist. so was nennt man in unseren kreisen mindfuck. was jetzt nicht böse gemeint ist. > und > den preis zahlen dann diejenigen, an denen sich > sonst (letztlich: ohne ihre beseitigung) die > unaufhebbarkeit der entfremdeten verhältnisse > (zumindest, sofern sie nicht eben, und zwar > praktisch, wirklich radikal kritisiert, und > aufgehoben werden können) erweist. > > ich "verfechte" demgegenüber also kein > "isoliertes" denken, sondern eines mit > hinreichendem realitätsbezug, wie du weißt, konstruiert sich jeder seine realität selbst. hier haben wir also ein kleines problem (obwohl es probleme ja eigentlich gar nicht gibt). > und - vor allem - > dabei und damit auch respekt für diejenigen, die > auch weiterhin unter dieser realität zu leiden > haben. auch sein leiden erschafft sich jeder selbst. > es verbindet sich m.e. mit "ganzheitlichem denken" > übrigens auch eine spezifisch kleinbürgerliche > illusion: letztlich genauso frei zu sein wie die > großen die unterscheidung der menschen in "kleine" und "große" kann ich nicht teilen, sie gibt es in meinem weltbild schlicht und einfach nicht. und frei im sinne von wahlfreiheit habven ist jeder mensch. das dumme ist nur, dass es ihm nicht bewußt ist. > (die ja aber in sozialer und ökonomischer > hinsicht allemal bloß akzidentien, funktionen > systemischer abläufe sind; und das auch durchaus > regelmäßig besser wissen als ihre "kleinen" > schwestern und brüder). diejenigen, die du als "groß" bezeichnest, sind alles andere als frei. Das Leben ist eine Herausforderung, nimm sie an. Das Leben ist Liebe, lebe sie. Das Leben ist ein Traum, erkenne es. Das Leben ist ein Spiel, spiele es! (Sathya Sai Baba) |
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Re: "ganzheitliches denken"
ich faß das auch gar nicht böse auf, möchte aber widersprechen. so eine einordnung mag ihren berechtigten sinn machen bei den je eigenen problemen. aber das "problem", um das es mir (nicht nur) hier zu tun ist, sind doch die schlechten verhältnisse gerade auch insofern, als sie die empfehlung eines "positiven denkens" an fremde adresse regelmäßig als blanken hohn erscheinen lassen müssen (was ich jetzt ebenfalls nicht böse meine). es bleibt damit die therapeutische aufgabe, ratsuchende an die eigene adresse zu verweisen, unbestritten; nur hat das eben nichts mit lösungen und konzepten für "die gemeinschaft" zu tun, mit "kollektiver identität" etc.: die gerade hier versagen, oder terroristisch werden muß! >anchors aweigh< |
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totalitäres denken! und "für mich persönlich irrelevant "...
lieber QuixliPutzli,
bei solchen beiträgen wie deinem vorstehenden frage ich mich immer, ob du uns verarschen willst. ich befürchte allerdings, dass du solche aussagen wirklich ernst meinst:
ich lese zwischen den zeilen etwas zutiefst totalitäres heraus. du verkündest quasi absolute wahrheiten. wo ist da der raum für andersdenkende?
ich bin so frei, denjenigen, den du als groß ansiehst, als für mich persönlich irrelevant zu bezeichnen. toto |
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Re: totalitäres denken! und "für mich persönlich irrelevant "...
derwahretoto schrieb:
------------------------------------------------------- > lieber QuixliPutzli, > > bei solchen beiträgen wie deinem vorstehenden > frage ich mich immer, ob du uns verarschen > willst. > > ich befürchte allerdings, dass du solche aussagen > wirklich ernst meinst: > Zitat: > > wie du weißt, konstruiert sich jeder seine > realität selbst.... > > auch sein leiden erschafft sich jeder selbst.... > > und frei im sinne von wahlfreiheit habven ist > jeder mensch. das dumme ist nur, dass es ihm nicht > bewußt ist.... > toto: > ich lese zwischen den zeilen etwas zutiefst > totalitäres heraus. du verkündest quasi absolute > wahrheiten. > > wo ist da der raum für andersdenkende? überall. ich gebe nur meine sicht der dinge wieder. wenn du darin etwas totalitäres erkennst, spiegelt dir das evt. nur etwas, was in dir ist, du aber nicht wahrnehmen möchtest. Zitat: > diejenigen, die du als "groß" bezeichnest, sind > alles andere als frei. > > ich bin so frei, denjenigen, den du als groß > ansiehst, als für mich persönlich irrelevant zu > bezeichnen. was soll diese verschiebung? nicht ICH habe jmd. als groß bezeichnet. Das Leben ist eine Herausforderung, nimm sie an. Das Leben ist Liebe, lebe sie. Das Leben ist ein Traum, erkenne es. Das Leben ist ein Spiel, spiele es! (Sathya Sai Baba) |
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großbürger
ich übrigens auch nicht. klar, man kann sich nicht von allem und jedem einfach per anführungszeichen distanzieren. aber hier gings schlicht um die perspektive des kleinbürgers (wozu ja die abgrenzung nach oben und unten gehört: zwar klein, aber immerhin noch bürger...). >anchors aweigh< |
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Re: "ganzheitliches denken" und "problem"lösungen
ex nihilo schrieb:
------------------------------------------------------- > Zitat:achte mal auf deinen satzbau: entfremdung > wird geleugnet als ein problem, das nicht lösbar > ist. so was nennt man in unseren kreisen mindfuck. > was jetzt nicht böse gemeint ist.ich faß das auch > gar nicht böse auf, möchte aber widersprechen. so > eine einordnung mag ihren berechtigten sinn machen > bei den je eigenen problemen. ob das sinn macht, weiß ich nicht. an dieser stelle mal etwas zu problemen: wir sind in unserer kultur auf (gesellschaftliche und persönliche) probleme fixiert, statt uns mit lösungen zu beschäftigen. wir glauben, um ein problem zu lösen, müssten wir es ausführlich wahrnehmen und analysieren. genau dies aber intensiviert das problembewußtsein und vestellt den blick für lösungen. berater, therapeuthen und coaches stellen immer wieder fest, dass leute in ihre probleme "verliebt" sind, sie geben ihnen offensichtlich identität. gerade da, wo lösungen einfach wären, werden sie abgelehnt. probleme werden meist von leuten gelöst, die gar nicht wissen, dass es sie giebt. d.h., sie haben eine völlig andere wahrnehmung einer situation. solche "problemlöser" werden leider oft als spielverderber wahrgenommen. wer (mit einfachen mitteln) ein problem löst, versündigt sich gegen die herrschende logik. er verwandelt eine wahre aussage ("das ist ein problem") in eine falsche ("es stimmt nicht, dass dies ein problem ist"). es liegt halt an der haltung. > aber das "problem", um das es mir (nicht nur) hier > zu tun ist, sind doch die schlechten verhältnisse auch dies ist eher eine frage der wahrnehmung. situationen und verhältnisse haben immer die bedeutung, die wir ihnen geben. > gerade auch insofern, als sie die empfehlung eines > "positiven denkens" an fremde adresse regelmäßig > als blanken hohn erscheinen lassen müssen (was ich > jetzt ebenfalls nicht böse meine). wer sehr mit negativität gefüllt ist, für den mag dies als hohn erscheinen, da er keine idee haben kann, wie er positives denken umsetzen kann. aber rein positives denken ist mir zu simpel (wenngleich es nützlich ist, da es chemische veränderungen im gehirn bewirkt). wichtiger ist die fähigkeit, sich vom eigenen denken dissoziieren zu können und zum inneren zeugen zu werden. das ermöglicht einen paradigmawechsel, eine neue sicht auf die eigenen person und die welt. es unterbricht muster und setzt energie frei. meditation ist dafür sehr hilfreich. > es bleibt damit die therapeutische aufgabe, > ratsuchende an die eigene adresse zu verweisen, > unbestritten; nur hat das eben nichts mit lösungen > und konzepten für "die gemeinschaft" die gemeinschaft besteht aus individuen. bewußte individuenne werden automatisch eine andere gemeinschaft bilden. daher ist für mich die arbeit am individuum vorrangig und außerdem hochpolitisch. aber an diesem punkt stoßen wohl unsere jeweiligen weltbilder aufeinander. > zu tun, mit > "kollektiver identität" etc.: die gerade hier > versagen, oder terroristisch werden muß! wer muß terroristisch werden? Das Leben ist eine Herausforderung, nimm sie an. Das Leben ist Liebe, lebe sie. Das Leben ist ein Traum, erkenne es. Das Leben ist ein Spiel, spiele es! (Sathya Sai Baba) 1 mal bearbeitet. Zuletzt durch QuixliPutzli am 01.06.06 11:54. |
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Re: supermichel
ex nihilo schrieb:
------------------------------------------------------- > > die aufkommende parallele besteht nicht in gleich > schrecklichen verhältnissen und taten, aber im > gleichen, sich wieder - in erneuerter gestalt - > erhebenden gefahrenpotential. deutsche michels und > marios können da noch so viele schlafmützen über > ihre eierköppe ziehen - es geht davon nicht weg, > garantiert nicht. Was wissen Sie schon von Schlafmützen. Wo ich eine Entwicklung gefährlich finde, ist es noch lange nicht der beste Weg, mich den hysterischen, selbstgerechten Kreischern anzuschließen. Die haben damals auch nichts gerettet, eher die Polarisierung noch zugespitzt. Gucken Sie sich mal in Gegenden um, wo die Alternativen für orientierungssuchende Jugendliche im Wesentlichen nur aus PDS-Antifa einerseits und rechtsextremem Nationalstolz andererseits bestehen. In eine ziemlich ähnliche Richtung würden Sie, wenn Sie die Macht hätten, die ganze Gesellschaft führen mögen - und dann, wenn es wieder schief geht, als Märtyer flink den Heldentod sterben. |
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wortspiel und kleinst-bürger
schön, dass ich mich irre. über meine überrtragungen (spiegelungen) muss ich mich dann wohl mit meinem psychoananlytiker unterhalten...
es war eine wortspiel. eine verschiebung war nicht beabsichtigt. neben dem klein- und großbürger möchte ich noch den kleinst-bürger (toto im un-seligen tazforum) in die runde werfen. alles für gut! toto |
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Re: supermichel
meine güte, was fürn gewäsch. >anchors aweigh< |
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Re: wortspiel und kleinst-bürger
derwahretoto schrieb:
------------------------------------------------------- > Zitat:überall. ich gebe nur meine sicht der dinge > wieder. wenn du darin etwas totalitäres erkennst, > spiegelt dir das evt. nur etwas, was in dir ist, > du aber nicht wahrnehmen möchtest. > > schön, dass ich mich irre. über meine > überrtragungen (spiegelungen) muss ich mich dann > wohl mit meinem psychoananlytiker unterhalten... lass es lieber. psychoanalytiker sind scharlatane. Zitat:was soll diese verschiebung? nicht ICH habe > jmd. als groß bezeichnet. > > es war eine wortspiel. eine verschiebung war nicht > beabsichtigt. > > neben dem klein- und großbürger möchte ich noch > den kleinst-bürger (toto im un-seligen tazforum) > in die runde werfen. wie kann man bloß auf die idee kommen sich (oder andere) als groß-, klein-, kleinst- oder was auch immer bürger in schubladen zu stecken??? Das Leben ist eine Herausforderung, nimm sie an. Das Leben ist Liebe, lebe sie. Das Leben ist ein Traum, erkenne es. Das Leben ist ein Spiel, spiele es! (Sathya Sai Baba) |
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Re: reflex oder reflexion?
ex nihilo schrieb:
------------------------------------------------------- der schluß ist "theoretisch" > richtig, aber (so etwa schrieb ich) er wird > (zumindest derzeit noch) anders praktiziert (was > allerdings an der dieser praxis zugrunde gelegten > logik auch nichts ändert; weshalb ich auch sandra > burger hier häufig gerade bloß teilweise > widerspreche). Die Entwicklung, bei der es irgendwann doch nicht mehr anders praktiziert würde, ist aber nicht logisch jetzt schon angelegt. Wer so was behauptet, hat den Unterschied zwischen Demokratie und Diktatur übersehen. > > es ist halt so: fördern und fordern, inklusion und > exlusion, das läuft letztlich in der tat auf wir > und unsere feinde hinaus. denn auch der > "arbeitslose" hat schließlich nur eine wahl: sich > fügen, oder... ganz herausfallen. wer demgegenüber > sich in solcher notlage zumindest aktuell nicht > befindet, dessen wahlmöglichkeiten gestalten sich > eben doch noch etwas reichhaltiger. auch wenn er > in seiner weise natürlich auch mitmachen muß, so > kann er sich doch zumindest "mental" einigermaßen > raushalten. Ja, mitmachen müssen und raushalten, das sind zwei sehr affektbeladene Begriffe; da übersieht man schon mal leicht, dass heute niemand zu einem solchen "Mitmachen" gedrängt wird, an das Sie gerne anspielen möchten (um vermutlich mit irgendjemandem Mitleid zu erwecken ...) |
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problem-finder bzw. problem-erfinder
berater, therapeuthen und coaches leisten sicherlich einen wichtigen beitrag, wenn sie ihr klientel auf das oben beschriebene hinweisen. ich gebe da sprachlich auch noch einen tipp, man könnte in diesem kontext auch von problemfindern bzw. problemerfindern sprechen. (copyright by toto) mein gnadenlos positives mailen hier im forum müsste dir doch gefallen, oder?
hier fehlt ein wort! situationen und verhältnisse haben immer auch die bedeutung, die wir ihnen geben.
die arbeit am individuum? die arbeit mit dem individuum? die arbeit fürs individuum? individuelles, gesellschaftliches und politisches denken, fühlen und handeln müssen sich m.e. ergänzen und gegenseitig befruchten. das verstehe ich in diesem kontext unter "ganzheitlichem" denken und fühlen. toto |
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differenzierungen sind immer gut
differenzierungen sind immer gut. die unterscheidung in proletarische und bürgerliche welt ist für mich - zum verständnis der herrschenden verhältnisse - sehr interessant und hilfreich. die binnen-differenzierung in groß-, klein-, kleinstbürger hilft, die unterschiede innerhalb der bürgerlichen klasse zu verstehen und zu beschreiben. toto |
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Re: reflex oder reflexion?
versteh ich nicht. die entwicklung ist angelegt, aber natürlich nicht determiniert. besagter unterschied besteht doch insofern zunächst mal ganz schlicht in einer latenten gefahrenlage und ihrer realisierung. wenn das nichts ist, dann weiß ich auch nicht... bitte? ich sprach nicht eigentlich von mir selbst. und wird man denn etwa nicht gedrängt, wenn man eine (womöglich ganz sinnlose) "maßnahme" mitmachen muß, um den preis sonstiger "leistungs-kürzungen"? und dazu eben doch schon die heuchlerische individualisierung eines sozialen problems: mit dem titel "selber schuld" verordnetes "positives denken": trägt die denn keinen psychischen zwangs-charakter? nein, es steht nicht die gestapo vor der tür. aber darauf habe ich auch nicht herauswollen... >anchors aweigh< |
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Re: problem-finder bzw. problem-erfinder
derwahretoto schrieb:
------------------------------------------------------- > Zitat:... berater, therapeuthen und coaches > stellen immer wieder fest, dass leute in ihre > probleme "verliebt" sind, sie geben ihnen > offensichtlich identität. gerade da, wo lösungen > einfach wären, werden sie abgelehnt. > probleme werden meist von leuten gelöst, die gar > nicht wissen, dass es sie giebt. d.h., sie haben > eine völlig andere wahrnehmung einer situation. > > solche "problemlöser" werden leider oft als > spielverderber wahrgenommen. wer (mit einfachen > mitteln) ein problem löst, versündigt sich gegen > die herrschende logik. er verwandelt eine wahre > aussage ("das ist ein problem") in eine falsche > ("es stimmt nicht, dass dies ein problem ist"). es > liegt halt an der haltung. > > berater, therapeuthen und coaches leisten > sicherlich einen wichtigen beitrag, wenn sie ihr > klientel auf das oben beschriebene hinweisen. hinweisen reicht nicht, es bleibt auf einer intellektuellen ebene. sie müssen so intervenieren, dass sich für den klienten eine neue perspektive öffnet, die energie in ihm freisetzt. > ich gebe da sprachlich auch noch einen tipp, man > könnte in diesem kontext auch von problemfindern > bzw. problemerfindern sprechen. (copyright by > toto) > > mein gnadenlos positives mailen hier im forum > müsste dir doch gefallen, oder? mir erscheint es oberflächlich. soll mich aber nicht weiter stören. Zitat:auch dies ist eher eine frage der > wahrnehmung. situationen und verhältnisse haben > immer die bedeutung, die wir ihnen geben. > > hier fehlt ein wort! > situationen und verhältnisse haben immer auch die > bedeutung, die wir ihnen geben. das wort auch ist hier völlig fehl am platz. Zitat:die gemeinschaft besteht aus individuen. > bewußte individuenne werden automatisch eine > andere gemeinschaft bilden. daher ist für mich die > arbeit am individuum vorrangig und außerdem > hochpolitisch. > aber an diesem punkt stoßen wohl unsere jeweiligen > weltbilder aufeinander. > > die arbeit am individuum? > > die arbeit mit dem individuum? > > die arbeit fürs individuum? > > > individuelles, gesellschaftliches und politisches > denken, fühlen und handeln müssen sich m.e. > ergänzen und gegenseitig befruchten. das verstehe > ich in diesem kontext unter "ganzheitlichem" > denken und fühlen. wie definierst du gesellschaftliches und politisches denken? Das Leben ist eine Herausforderung, nimm sie an. Das Leben ist Liebe, lebe sie. Das Leben ist ein Traum, erkenne es. Das Leben ist ein Spiel, spiele es! (Sathya Sai Baba) |
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Re: reflex oder reflexion?
ex nihilo schrieb:
------------------------------------------------------- > Zitat:da übersieht man schon mal leicht, > dass heute niemand zu einem solchen "Mitmachen" > gedrängt wird, an das Sie gerne anspielen möchten > (um vermutlich mit irgendjemandem Mitleid zu > erwecken ...) > bitte? ich sprach nicht eigentlich > von mir selbst. und wird man denn etwa nicht > gedrängt, wenn man eine (womöglich ganz sinnlose) > "maßnahme" mitmachen muß, um den preis sonstiger > "leistungs-kürzungen"? wird man nicht gedrängt, wenn man eine einem selbst sinnlos erscheinende arbeit zwecks geldverdienen machen muß? natürlich gibt es maßnahmen, die für einige leute sinnlos sind. ich weiß aber aus meiner vergangenen tätigkeit in diesem bereich, dass leute oft mit einer so intensiven abwehrhaltung in maßnahmen kamen, die für sie sinnvoll hätten sein können, dass sie daraus nichts mitgenommen haben. > und dazu eben doch schon > die heuchlerische individualisierung eines > sozialen problems: mit dem titel "selber schuld" > verordnetes "positives denken": trägt die denn > keinen psychischen zwangs-charakter? es ist eine frage der haltung. der christliche schuldbegriff hat hier m.e. nichts zu suchen. richtig ist, dass jeder selbst für sein leben verantwortlich ist (und nicht papa staat). wer für sein leben verantwortung übernimmt, wird auch aktivitäten entwickeln statt dauerhaft sozialleistungen zu konsumieren. ich sage hier nicht, dass es falsch ist, sich als opfer der verhältnisse zu fühlen. man kann diese haltung einnehmen. die frage ist, welche haltung ist für einen selbst nützlicher? Das Leben ist eine Herausforderung, nimm sie an. Das Leben ist Liebe, lebe sie. Das Leben ist ein Traum, erkenne es. Das Leben ist ein Spiel, spiele es! (Sathya Sai Baba) 1 mal bearbeitet. Zuletzt durch QuixliPutzli am 01.06.06 13:18. |
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objektive verhältnisse und meta-physik
ist schon klar! was für manager usw. nützlich ist, das wäre als ratschlag und intervention für einen verhungernden zynisch: "denke positiv und setze deine positiven energien frei! ändere deine haltung zu deinem hunger...."
was? die begriffe: problem-finder und -erfinder? ich dachte, die würden dir gefallen. toto:
die objektiven verhältnisse und das physische haben für dich also keine bedeutung. gilt bei dir nur die meta-physische ebene?
das denken das damit anfängt, dass ich mich in bezug zu meiner umwelt setze. fragen wie: wo bin ich geboren? wo lebe ich? wie verhalte ich mich angemessen? welche geschriebenen und ungeschriebenen gesetze gelten in staat und gesellschaft? sind die verhältnisse in ordnung? was kann ich zur verbesserung der verhältnisse beitragen? toto |
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Re: objektive verhältnisse und meta-physik
derwahretoto schrieb:
------------------------------------------------------- > Zitat:hinweisen reicht nicht, es bleibt auf einer > intellektuellen ebene. sie müssen so > intervenieren, dass sich für den klienten eine > neue perspektive öffnet, die energie in ihm > freisetzt. > > ist schon klar! was für manager usw. nützlich ist, > das wäre als ratschlag und intervention für einen > verhungernden zynisch: "denke positiv und setze > deine positiven energien frei! ändere deine > haltung zu deinem hunger...." was haben manager und hungernde nun mit meinem beitrag zu tun? > toto: > Zitat:hier fehlt ein wort! > situationen und verhältnisse haben immer auch die > > bedeutung, die wir ihnen geben. > Zitat:das wort auch ist hier völlig fehl am > platz. > > die objektiven verhältnisse und das physische > haben für dich also keine bedeutung. gilt bei dir > nur die meta-physische ebene? es gibt naturgesetze wie die schwerkraft, die sogar für mich bedeutung haben. doch objektive verhältnisse kann es nicht geben. wenn doch, wer wäre die "objektive instanz"? verwechsle kollektiv geteilte realitätsauffassung nicht mit objektivität. Zitat:wie definierst du gesellschaftliches und > politisches denken? > > das denken das damit anfängt, dass ich mich in > bezug zu meiner umwelt setze. > fragen wie: wo bin ich geboren? wo lebe ich? wie > verhalte ich mich angemessen? welche geschriebenen > und ungeschriebenen gesetze gelten in staat und > gesellschaft? sind die verhältnisse in ordnung? > was kann ich zur verbesserung der verhältnisse > beitragen? > > toto danke, wollte nur wissen, wie du das verstehst. auch dieses denken geht vom individuum aus. Das Leben ist eine Herausforderung, nimm sie an. Das Leben ist Liebe, lebe sie. Das Leben ist ein Traum, erkenne es. Das Leben ist ein Spiel, spiele es! (Sathya Sai Baba) |
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Re: reflex oder reflexion?
ex nihilo schrieb:
------------------------------------------------------- > Zitat:versteh ich nicht. die > entwicklung ist angelegt, aber natürlich nicht > determiniert. besagter unterschied besteht doch > insofern zunächst mal ganz schlicht in einer > latenten gefahrenlage und ihrer realisierung. wenn > das nichts ist, dann weiß ich auch > nicht... Angelegt ist vor allem, dass in einem Rechtsstaat aus einer populistischen Poltikeräußerung nicht gleich, nein: prinzipell kaum jemals Realität wird. Das dürfte auch allen Beteiligten bewusst sein: dem Minister(ium) selbst, den Ämtern, die von den Mehrausgaben anstelle der vorher politisch versprochenen Einsparungen "überrascht" sind, den Sozialgerichten, die nicht umsonst Hartz IV als riesiges Beschäftigungsprogramm für sich einschätzen. > > nein, es steht nicht die gestapo vor der tür. aber > darauf habe ich auch nicht herauswollen... Und das stand sie bei den Leuten, die damals mitgemacht haben, eben meist auch nicht; das halte ich Ihnen so entgegen, wie Sie es mir umgekehrt auch entgegenhalten würden. |