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Sandra Burger

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Beitrag vom 25.02.2006 17:22
Plagiat - Nachtrag (Musik)


Für die Hintergrund-Musik


im Beitrag

Plagiat
[www.rolofs.net]


ggf. Lautstärke-Regler (MIDI) auf ON setzen.

Liebe Grüße:.
san.draB@web.de



Streets of London
Text:
[home.arcor.de]
Musik:
[home.grossmatten.ch]

Online - Midi - Songbuch
Akkordtabellen, Transponiertool und weitere Texte sind im Download-Bereich
[home.arcor.de]


Phiphi's Midis:
[www.phiphi.de.ki]


Wissenswertes:
[...] Die musikalischen Wurzeln der Lieder "Seek Ye First" und "Streets of London" in Johann Pachelbels "Canon in D-Dur" [...]
[bs.cyty.com]



6 mal bearbeitet. Zuletzt durch Sandra Burger am 26.02.06 08:27.

Sandra Burger

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Beitrag vom 18.03.2006 01:38
"Reformen" oder "Sozialabbau" / "Flexibilisierung" oder "Abbau des Kündigungsschutzes"???

Re: Das ist der zentrale Punkt bzw. die zentrale Frage! (update!)
[www.rolofs.net]

Karl schrieb:

[...] Die paritätische Finanzierung der Sozialversicherung war geboren. All das waren trotz aller Begrenztheit nie zuvor gekannte und verteidigenswerte Reformen = soziale Fortschritte!

Die so genannten heutigen "Reformen" der Sozial- und Tarifrechte sind Gegenreformen, soziale Rückschritte.
[...]
Hallo Karl,

kennst Du diesen Artikel schon?
Interessant und sehr aufschlussreich!


Liebe Grüße:.
san.draB@web.de

Der Internet-Krieg der Editoren [www.heise.de]

Rudolf Stumberger 15.03.2006

Auf den Seiten der elektronischen Enzyklopädie Wikipedia wogt ein "Edit-War" um die von Arbeitgebern ins Leben gerufene "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft"

Die umstrittene Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) war bislang schon für diverse Schlagzeilen gut (Think Tanks sollen Stimmung schaffen und lassen die Grenze zwischen PR und Journalismus verschwimmen), nun sorgt sie auch im Internet für Turbulenzen: Auf den Seiten der basisdemokratischen Enzyklopädie Wikipedia tobt ein Streit um das Wesen dieser von einem Arbeitgeberverband ins Leben gerufenen Propaganda-Abteilung.[1] Immer wieder werden kritische Beiträge zur INSM von bestimmten Nutzern gelöscht - manche vermuten dahinter zahlende Auftraggeber [...].

Anhand der sich fast täglich verändernden Einträge unter dem Stichwort "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft" in dem Netz-Lexikon lässt sich ein Kampf um Bedeutungen und Begriffe begutachten, der eine Schlacht um die Deutung von Welt ist. Wikipedia[2] wird damit zwangsläufig zum Terrain eines gesellschaftlichen Kampffeldes und jener Kämpfe die "auf eine Änderung der Wahrnehmungs- und Bewertungskategorien der sozialen Welt und darin auf eine Veränderung der sozialen Welt selbst abzielen", wie es der französische Soziologe Pierre Bourdieu ausgedrückt hat.

Beginnen wir mit dem Anfang: Am 6. Dezember 2004 war in Wikipedia unter dem Stichwort "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft" zu lesen: [...]

[...]

Interessanter Weise lässt sich an diesem Wikipedia-Artikel sozusagen in Zeitrafferform ein gesellschaftliches Phänomen studieren, das "in der freien Natur" als vielfältigster und langandauernder Prozess stattfindet: Der Kampf der Klassifikationssysteme als Teil eines Kampfes um gesellschaftliche Ressourcen. Bourdieu hat dies so formuliert[5] :
--------------------------------------------------
Darum geht es in den Auseinandersetzungen um die Definition des Sinns der Sozialwelt: um Macht über die Klassifikations- und Ordnungssysteme, die den Vorstellungen und damit der Mobilisierung und Demobilisierung der Gruppen zugrundeliegen.
--------------------------------------------------
Und darum geht es grundsätzlich in der Auseinandersetzung zum INSM-Artikel, nämlich darum, ob von "Reformen" oder von "Sozialabbau", von "Flexibilisierung" oder von "Abbau des Kündigungsschutzes", ob von einer "branchen- und parteiübergreifende Plattform" oder von einer "getarnte PR-Agentur eines Arbeitgeberverbandes" gesprochen wird. Diese Wörter sind Politik und es geht eben entweder um die "Mobilisierung von Gruppen" für den neoliberalen Umbau des Staates oder für die Verteidigung sozialer Rechte. Und dies nicht im luftleeren Raum, sondern höchst verbunden mit den Interessen der Akteure:
--------------------------------------------------
"Die Klassifikations- und Ordnungssysteme bildeten keine derart hart umkämpften Streitobjekte, trügen sie nicht bei zum Bestand der Klassen, indem sie mittels der entsprechend dem Ordnungssystem strukturierten Vorstellung die Wirksamkeit der objektiven Mechanismen noch verstärkt.
--------------------------------------------------
Dem Arbeitgeberverband Gesamtmetall ist eben sehr daran gelegen, mithilfe eingekaufter Journalisten und Werbeagenturen die Wirksamkeit seiner politischen Ansichten zu verstärken, also unter die Leute zu bringen, und einen Meinungswechsel hin zur Befürwortung neoliberaler "Reformen" zu bewirken.

[...]


Der Internet-Krieg der Editoren - Literaturangaben
[www.heise.de]

[1] Vgl. Speth, Rudolf: Die politischen Strategien der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Studie im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung 2004.

[2] Die Selbstdarstellung von Wikipedia [...]
[de.wikipedia.org]

[3] Vgl.:Hamann, Götz: Lautsprecher des Kapitals. [www.zeit.de] In: Die Zeit, 4.5.2005.

[4] Vgl.: Stumberger, Rudolf: Mitten im Mainstream: politische PR hilft beim Sozialabbau. In: Journalist 55 (2005) S. 30 - 32.

[5] Bourdieu, Pierre: Die feinen Unterschiede. Frankfurt/M. 1993 S. 748.

[6] Greenwald,M.W.; Anderson,M. (Hrsg.): Pittsburgh Surveyed. Social Science and Social Reform in the Early Twentieth Century. Pittsburgh 1996.



1 mal bearbeitet. Zuletzt durch Sandra Burger am 18.03.06 01:54.

Karl

subversiv

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Beiträge: 1497


Beitrag vom 20.03.2006 10:34
Re: "Reformen" oder "Sozialabbau" - politische Regression der bürgerlichen Gesellschaft

Hallo Sandra,

Karl schrieb:
[...] Die paritätische Finanzierung der Sozialversicherung war geboren. All das waren trotz aller Begrenztheit nie zuvor gekannte und verteidigenswerte Reformen = soziale Fortschritte!
Die so genannten heutigen "Reformen" der Sozial- und Tarifrechte sind Gegenreformen, soziale Rückschritte. [...]

Sandra Burger zitierte:
Der Internet-Krieg der Editoren
Rudolf Stumberger 15.03.2006


Auf den Seiten der elektronischen Enzyklopädie Wikipedia wogt ein "Edit-War" um die von Arbeitgebern ins Leben gerufene "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft"

Die umstrittene Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) war bislang schon für diverse Schlagzeilen gut (Think Tanks sollen Stimmung schaffen und lassen die Grenze zwischen PR und Journalismus verschwimmen), nun sorgt sie auch im Internet für Turbulenzen: Auf den Seiten der basisdemokratischen Enzyklopädie Wikipedia tobt ein Streit um das Wesen dieser von einem Arbeitgeberverband ins Leben gerufenen Propaganda-Abteilung. Immer wieder werden kritische Beiträge zur INSM von bestimmten Nutzern gelöscht - manche vermuten dahinter zahlende Auftraggeber [...].

Anhand der sich fast täglich verändernden Einträge unter dem Stichwort "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft" in dem Netz-Lexikon lässt sich ein Kampf um Bedeutungen und Begriffe begutachten, der eine Schlacht um die Deutung von Welt ist.
Wikipedia wird damit zwangsläufig zum Terrain eines gesellschaftlichen Kampffeldes und jener Kämpfe die "auf eine Änderung der Wahrnehmungs- und Bewertungskategorien der sozialen Welt und darin auf eine Veränderung der sozialen Welt selbst abzielen", wie es der französische Soziologe Pierre Bourdieu ausgedrückt hat.

Begriffe, so sagte Brecht, sind wie Netze, mit denen wir die Realität einfangen können, also brauchen wir stets geeignete Netze für die verschiedenen Erscheinungsformen der Realität.

Begriffe, die schwammig sind, vernebelnd oder gar widersinnig, eignen sich zur Fälschung der wirklichen Zustände.

Darum geht es der "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft". Die bürgerlichen Ideologien verleugnen gerne die Bedeutung des Klassenkampfes,
ja seine Existenz. Jedoch beweist dieser Kapital-'think-tank' ungewollt und eindrucksvoll die Realität des Klassenkampfes, hier als virtuelle Schlacht um das reale Denken & Bewusstsein der Bevölkerung.

Damit wird natürlich die Idee der Basisdemokratie ad absurdum geführt, denn eine solche setzt bereits eine grundsätzliche Interessengleichheit voraus, was in einer durch anatagonistische Klassen gespaltenen Gesellschaft nichts als eine lächerliche Illusion ist.

Interessanter Weise lässt sich an diesem Wikipedia-Artikel sozusagen in Zeitrafferform ein gesellschaftliches Phänomen studieren, das "in der freien Natur" als vielfältigster und langandauernder Prozess stattfindet: Der Kampf der Klassifikationssysteme als Teil eines Kampfes um gesellschaftliche Ressourcen. Bourdieu hat dies so formuliert[5]:
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Darum geht es in den Auseinandersetzungen um die Definition des Sinns der Sozialwelt: um Macht über die Klassifikations- und Ordnungssysteme, die den Vorstellungen und damit der Mobilisierung und Demobilisierung der Gruppen zugrundeliegen.
--------------------------------------------------
Und darum geht es grundsätzlich in der Auseinandersetzung zum INSM-Artikel, nämlich darum, ob von "Reformen" oder von "Sozialabbau", von "Flexibilisierung" oder von "Abbau des Kündigungsschutzes", ob von einer "branchen- und parteiübergreifende Plattform" oder von einer "getarnte PR-Agentur eines Arbeitgeberverbandes" gesprochen wird. Diese Wörter sind Politik und es geht eben entweder um die "Mobilisierung von Gruppen" für den neoliberalen Umbau des Staates oder für die Verteidigung sozialer Rechte. Und dies nicht im luftleeren Raum, sondern höchst verbunden mit den Interessen der Akteure:
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"Die Klassifikations- und Ordnungssysteme bildeten keine derart hart umkämpften Streitobjekte, trügen sie nicht bei zum Bestand der Klassen, indem sie mittels der entsprechend dem Ordnungssystem strukturierten Vorstellung die Wirksamkeit der objektiven Mechanismen noch verstärkt.
--------------------------------------------------
Dem Arbeitgeberverband Gesamtmetall ist eben sehr daran gelegen, mithilfe eingekaufter Journalisten und Werbeagenturen die Wirksamkeit seiner politischen Ansichten zu verstärken, also unter die Leute zu bringen, und einen Meinungswechsel hin zur Befürwortung neoliberaler "Reformen" zu bewirken.

Wir wissen, auch in der Kriegspropaganda geht es immer um "freedom & democracy" im engeren oder weiteren Sinne. Deswegen dürfen auch möglichst nur gefilterte Informationen aus den Kriegsgebieten und den überfallenen und besetzten Gebieten dringen.

Für den Fall, dass dies nicht gelingt, setzt erneut der Krieg der Begriffe ein.

Doch noch so geschickte Wortverdrehungen und Umwertungsversuche schaffen es nicht, die Realität als Realität zu ändern. so lange sie nicht praktisch geändert wird.

Die inhärente Schwäche der politisch motivierten und wissenschaftsfeindlichen Begriffsverdrehung ist eben die, dass aus löchrigen Begriffsnetzen große Brocken der Realität entschlüpfen, die mit präziseren Begriffen immer wieder eingefangen werden können.

Das folgende Interview mit dem Sozialdemokraten Albrecht Müller zeigt ebenfalls den wesentlichen Gegensatz zwischen Aufklärung und Propaganda und die wichtige Rolle, die die Begriffe dabei spielen:

Albrecht Müller (geb. 1938) ist Ökonom und Publizist. Er war Mitarbeiter von Karl Schiller, Willy Brandt und Helmut Schmidt. Von 1987 bis 1994 für die SPD Mitglied des Bundestages. 2004 veröffentlichte er das Buch »Die Reformlüge«.

Müller: Wenn ich vergleiche, was heute in meiner Wissenschaft und in der Sozialwissenschaft insgesamt abgeht und es mit früher vergleiche – das ist eine Katastrophe. Die Wissenschaft ist in weitem Maße gleichgeschaltet. Viele, die dort tätig sind, man kann es nicht anders sagen, sind politisch korrupt. Sie arbeiten für private Interessen und tun so, als seien sie Wissenschaftler. Als solche werden sie in den Medien herumgereicht. Dort wird z. B. selten gesagt, daß Herr Miegel Interessenvertreter ist.
F: Sie nennen auch Herrn Rürup und Herrn Raffelhüschen.

Müller: Ich nenne in dem Buch auch Personen. Man ist in dieser Gesellschaft meistens zu vornehm und nennt niemanden namentlich. Angesichts der Fakten, angesichts dessen, was Wissenschaftler heute treiben, ist das nicht nachzuvollziehen. In dieser Woche war z. B. Herr Biedenkopf bei Frau Maischberger. Er wurde als Vordenker vorgestellt.Tatsächlich ist er seit Jahren Lobbyist der privaten Altersvorsorge. So geht das durch die Bank.

F: Ab wann datieren Sie diese Krise der Eliten?

Müller: Das kann man schlecht datieren. Es hängt stark mit dem Vorpreschen der neoliberalen Bewegung zusammen. Das ist eine geistig sehr einfach gestrickte Ideologie. Sie sagen, der Markt muß bestimmen, und die Kosten, die Löhne müssen runter. Das ist borniert einfach. Da bin ich wieder bei der Regression: Als Ökonom kann ich mich nur wundern, wie man derart zurückfallen kann. (...)

F: Warum hat sich dieses neoliberale Kartell so durchgesetzt? Wo sehen Sie die Ursachen?

Müller: Zunächst sind die treibenden Kräfte gut organisiert: Die Arbeitgeberseite und die Konservativen hatten es mit einer eingeschläferten SPD zu tun, in der es, das habe ich selbst erlebt, sehr unterschiedliche Strömungen gab. Aber eindeutig ist es so, daß Konservative und arbeitgebernahe Kreise in den 70er Jahren beschlossen: So etwas wie den Regierungswechsel 1969 darf es nicht mehr geben, wir müssen ideologisch aufrüsten. Das haben sie dann auch getan.

Das kann man für die 70er Jahre wunderbar nachweisen. Man sprach von Reformklimbim und Reformitis, wobei Reformen damals noch Veränderungen zugunsten der Mehrheit bedeuteten. Damit sollte Schluß sein. Es ging weiter mit der Debatte um den »Standort Deutschland« und immer darum zu transportieren: Die Arbeitnehmer haben zuviel, das soziale Netz ist zu dicht. Diese Strategie ist langfristig angelegt. Ich habe ja selbst Strategien für die damalige SPD-Regierung entwickelt und kann einschätzen, wie so etwas läuft. (...)

Müller: Die Demographie wird schlicht als Instrument benutzt, um die sozialen Sicherungssysteme kaputtzumachen. (...)


[www.jungewelt.de]

Ich finde die Aussagen des linksliberalen bürgerlichen Politikers bemerkenswert!

Der Quastenflosser stinkt sozusagen vom Kopfe her: [www.rolofs.net]

Karl

P.S.: Auch unsere Ultra-Forumsrechten wie QP und QC wollen gerne ersatzweise einen Edit-war gegen die Linken führen, da sie inhaltlich nicht dagegen halten können und verdrehen die Begriffe so, wie sie ihnen gerade vor die Flinte kommen.

Auch hier - im kleinen Rahmen eines Diskussionsforums - brauchen wir wissenschaftliche und präzise Begriffe und die permamente (Meta-)Diskussion darum!

Wenn der Mensch von den Umständen gebildet wird, so muß man die Umstände menschlich bilden.



2 mal bearbeitet. Zuletzt durch Karl am 20.03.06 11:03.

QuixliPutzli

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Beitrag vom 20.03.2006 14:54
Re: "Reformen" oder "Sozialabbau" - politische Regression der bürgerlichen Gesellschaft

Karl schrieb:
-------------------------------------------------------
> P.S.: Auch unsere Ultra-Forumsrechten wie QP und
> QC wollen gerne ersatzweise einen Edit-war gegen
> die Linken führen, da sie inhaltlich nicht dagegen
> halten können und verdrehen die Begriffe so, wie
> sie ihnen gerade vor die Flinte kommen.

können sie blöder wichser nicht mal einen sachbeitrag schreiben, ohne demokratische forumsteilnehmer anzugreifen?

Das Leben ist eine Herausforderung, nimm sie an.
Das Leben ist Liebe, lebe sie.
Das Leben ist ein Traum, erkenne es.
Das Leben ist ein Spiel, spiele es!
(Sathya Sai Baba)

Sandra Burger

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Beitrag vom 20.03.2006 18:39
Beleidigungen und Pöbelei - eine "tolle" Philosophie!

QuixliPutzli schrieb:
-------------------------------------------------------
>
> [...] sie blöder wichser [...]

> [...] Nichts anderes ist Sannyas. Osho

:buegeln:



QuixliPutzli

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Beitrag vom 20.03.2006 19:22
Re: Beleidigungen und Pöbelei - eine "tolle" Philosophie!

Sandra Burger schrieb:
-------------------------------------------------------
> QuixliPutzli schrieb:
> --------------------------------------------------
> -----
> >
> > [...] sie blöder wichser [...]
>
...sie abgewrackte krawallschachtel!!!

http://www.szenator.de/index/a_Krawallschachtel.jpg

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Karl

subversiv

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Beitrag vom 20.03.2006 19:27
Re: Beleidigungen und Pöbelei - eine "tolle" Philosophie!

QuixliPutzli schrieb:
-------------------------------------------------------
> Sandra Burger schrieb:
> --------------------------------------------------
> -----
> > QuixliPutzli schrieb:
> >
> --------------------------------------------------
>
> > -----
> > >
> > > [...] sie blöder wichser [...]
> >
> ...sie abgewrackte krawallschachtel!!!
>
>
>
> Sag ja zum Leben, sag ein totales Ja zum Leben.
> Nichts anderes ist Sannyas. Osho

Der kann nichts anderes. Man gucke sich doch mal sein theoretisches Niveau an. :roll:

Ich freue mich ja schon auf die Fortsetzung der "Werte-Debatte" zwischen Putzel und neili ...- smiling smiley

Karl


Wenn der Mensch von den Umständen gebildet wird, so muß man die Umstände menschlich bilden.

QuixliPutzli

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Beitrag vom 20.03.2006 19:39
Re: Beleidigungen und Pöbelei - eine "tolle" Philosophie!

Karl schrieb:
-------------------------------------------------------
> QuixliPutzli schrieb:
> --------------------------------------------------
> -----
> > Sandra Burger schrieb:
> >
> --------------------------------------------------
>
> > -----
> > > QuixliPutzli schrieb:
> > >
> >
> --------------------------------------------------
>
> >
> > > -----
> > > >
> > > > [...] sie blöder wichser [...]
> > >
> > ...sie abgewrackte krawallschachtel!!!
> >
> >
> >
> > Sag ja zum Leben, sag ein totales Ja zum
> Leben.
> > Nichts anderes ist Sannyas. Osho
>
> Der kann nichts anderes. Man gucke sich doch mal
> sein theoretisches Niveau an.
>
> Ich freue mich ja schon auf die Fortsetzung der
> "Werte-Debatte" zwischen Putzel und neili ...-

neil braucht zwar drei wochen für einen neuen beitrag, aber der hat dann wenigstens substanz; während sie ja noch nicht mal das thema verstehen.

mann, sie sind echt zu blöde, ein loch in den schnee zu pissen...


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Martin S

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Beitrag vom 21.03.2006 09:18
Re: Beleidigungen und Pöbelei - eine "tolle" Philosophie!

the advantage mit contra snowfields

Martin S

hier nicht geltende regeln
dafür aber hier:
tazdissV3.3b

Sandra Burger

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Beitrag vom 12.05.2006 15:17
Bundesagentur für Arbeit: "Wir haben keine Arbeit im Angebot."

Sandra Burger schrieb:
Soziale Frage: Der Beschwerdepunkt des Arbeiters ist die Unsicherheit seiner Existenz
[www.rolofs.net]

[...] Kommen wir zur Gegenwart - zur Digitalen Revolution. Wir leben, auch das soll nicht unerwähnt bleiben, in einer (parlamentarischen) Demokratie.

Als gäbe es Dumpinglöhne und Massenarbeitslosigkeit nicht, als wäre es nicht HÖCHSTE ZEIT, die Not und die Existenzsorgen der Arbeitnehmer ERNST zu nehmen, entwirft Bundesfinanzminister Steinbrück folgendes Bild vom "modernen" (?!) Staat:


Peer Steinbrücks Tirade gegen den Sozialstaat
[www.wsws.org]

In einer Grundsatzrede vor der Industrie- und Handelskammer (IHK) hat Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) in der vergangenen Woche erneut bewiesen, dass die Sozialdemokraten in der großen Koalition nicht die Rolle des Bremsers spielen, sondern die Aufgabe des Einpeitschers übernehmen, wenn es um den Abbau sozialer Errungenschaften und Rechte geht.

[...]

Der Staat wolle aktivierend wirken, betonte der Finanzminister, daher werde man künftig im sozialpolitischen Bereich alles abbauen, "was zu Passivität und übertriebener Anspruchshaltung führt". Ziel und Aufgabe des "modernen Staates" könne es nicht sein, "jeden Einzelnen gegen alle Unwägbarkeiten des Marktes zu schützen". Die wichtigste Funktion der Sozialpolitik bestehe darin, dem "Bürger zu ermöglichen, [...] seine Existenz aus eigener Kraft zu sichern".

Jeder, der die sozialpolitische Entwicklung in Deutschland in den vergangenen Jahren erlebt hat, weiß, dass diese Worte einer verschärften Kampfansage an die große Mehrheit der Bevölkerung gleichkommen. Denn was sind die "Unwägbarkeiten des Marktes", vor denen der Staat die Menschen nicht länger schützen soll? Entlassungen und Arbeitslosigkeit, prekäre Beschäftigungsverhältnisse und Hungerlöhne, die zur Ausübung von zwei oder mehr Jobs zwingen und kein menschenwürdiges Leben ermöglichen. Und auch was Steinbrück schönfärberisch als "aktivierende" Sozialpolitik bezeichnet, ist vielen durch Hartz IV bereits bekannt und besteht bislang im Streichen von Leistungen, Ein-Euro-Jobs und dem Zwang, jede angebotene Arbeit anzunehmen. [...]



"Aktivierender Sozialstaat" (für all die, die es noch nicht wissen) bedeutet nichts anderes als:
"Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen." [...]

QuixliPutzli schrieb: dies ist eine üble unterstellung und diffamierung!

Hi @ all!

Was man/frau sich unter einem "aktivierenden Sozialstaat" bzw. "moderner" Sozial-Politik vorzustellen hat, erklärt Vize-Kanzler Franz Müntefering:

Arbeiten fürs Essen [zeus.zeit.de]

Was bedeutet Hartz IV? SPD-Arbeitsminister Franz Müntefering hat es auf seine Weise erklärt. „Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen“, sagte er

[...]


Wer nicht arbeitet, wird kontrolliert
[www.taz.de]

Hartz-IV-"Optimierungsgesetz" heute im Bundestag: Arbeitslose werden strenger auf Arbeitswillen geprüft und bestraft. Kleiner Aufstand in der SPD-Fraktion. Müntefering: "Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen." Hat er seinen Bebel gelesen?

Auf heute Abend halb neun Uhr hat die große Koalition die Bundestagsdebatte zum Hartz-IV- Optimierungsgesetz gelegt. Eine derartige Terminierung gewährleistet, dass die parlamentarische Auseinandersetzung mit dem "Gesetz zur Fortentwicklung der Grundsicherung für Arbeitsuchende" geringe Aufmerksamkeit erhält.

Immerhin aber hat das Maßnahmenbündel, das vor allem Kontrollen und Sanktionen für Arbeitslose verschärft, bereits die SPD-Fraktion am Dienstagabend beschäftigt. Der Abgeordnete Ottmar Schreiner, SPD-Kritiker der Hartz-Gesetze schon 2003 und 2004, erklärte, dass die geplante Überwachung Arbeitsloser völlig unverhältnismäßig sei, verglichen etwa mit der Kontrolle von Steuerhinterziehern. Ein-Euro-Jobs seien fantasielos und integrierten keinen in den Arbeitsmarkt. Auf besonderen Zorn stieß bei Schreiner wie seinen wenigen Unterstützern, dass Arbeitsminister Franz Müntefering das Gesetz mit einem Zitat des Ursozialdemokraten August Bebel begründete: "Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen."

[...]

Datenabgleiche mit anderen Behörden sollen dazu dienen, verdeckte Konten und zu große Autos zu finden. Sofortangebote für alle, die sich erstmals arbeitslos melden, dienen dazu, den Arbeitswillen zu testen: Wer das Bewerbungstraining oder das Laubsammeln ablehnt, bekommt auch kein ALG II. Gleichen Zweck verfolgt die Ausweitung der Sanktionen. Mit einer 60-prozentigen Kürzung von ALG II wie Mietzuschuss muss rechnen, wer nicht innerhalb von drei Monaten (was fast nie vorkam), sondern innerhalb eines Jahres zwei Angebote ablehnt.

Ob durch diese und weitere Einschränkungen für Arbeitslose die angepeilte Summe wirklich hereinkommt, steht dahin: Das Ministerium hat keine Zahlen darüber, wie viele Menschen betroffen sein könnten. Über die Gründe, warum die Kosten für Hartz IV weit über Plan liegen, wird in der Koalition weiterhin vornehmlich spekuliert.

Ob aber vielleicht doch essen sollte, wer nicht arbeitet - dies könnte Franz Müntefering noch einmal bei August Bebel, "Die Frau und der Sozialismus" (1879) nachschlagen. Dort steht zwar: "Der Sozialismus stimmt mit der Bibel darin überein, wenn diese sagt: Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen." Doch nennt Bebel auch die Voraussetzung dafür: dass die "Gesellschaft im Besitz aller Arbeitsmittel" ist.

taz vom 11.5.2006, S. 6, 121 Z. (TAZ-Bericht), ULRIKE WINKELMANN

"Aktivierender Sozialstaat" (für all die, die bisher NICHT glauben wollten) bedeutet nichts anderes als:
"Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen."
- ABER:
"Wir haben keine Arbeit im Angebot." [www.taz.de]

Der Chef der Bundesagentur für Arbeit diskutiert mit der Linksfraktion über Hartz IV - und gesteht seine Ohnmacht

BERLIN taz Also, sagt Frank-Jürgen Weise, zunächst möchte er die Reform der Bundesagentur für Arbeit noch einmal kurz erläutern. Er betont das Wörtchen "kurz" und lächelt. [...]

Weise absolviert hier keinen PR-Termin. Ihm steht Schwerstarbeit bevor. Ein Kampf der Kulturen. Deswegen sitzt sein Lächeln etwas schief im Gesicht. Der Chef der Bundesagentur für Arbeit ist an diesem Dienstagnachmittag zum ersten Mal Gast der Bundestagsfraktion der Linkspartei. Der oberste Hartz-IV-Vollstrecker debattiert mit den härtesten Hartz-IV-Gegnern die gescheitertste aller gescheiterten Hartz-Reformen.

[...]

Nach 15 Minuten kommt Weise zum Stehen. Die erste Lektion haben die Linken schon gelernt. Sie sprechen die falsche Sprache. Die alte Bundesanstalt für Arbeit ist schließlich nicht umsonst von McKinsey-Leuten, den härtesten und verrufensten Unternehmensberatern, umgestylt worden. "Case Manager", "Controlling", "Matching" - das sind die Begriffe, die jetzt den Arbeitsmarkt regieren. Man merkt schon an den Fragen der Genossen Abgeordneten, dass sie nicht auf der Höhe der Zeit sind. Sie wollen ganz schnöde wissen, warum die Qualifizierungsmaßnahmen für die Langzeitarbeitslosen oft nur Beschäftigungstherapie seien, warum die Arbeitslosen unter dem Generalverdacht des Leistungsmissbrauchs stünden, und wie es komme, dass Arbeitslose zunehmend von ihrer Angst berichteten, in den neuen Jobcentern abgebügelt und drangsaliert zu werden.

Weise und seine Begleitung Heinrich Alt, im Vorstand der Bundesagentur für Hartz IV zuständig, geben sich Mühe. Sie kennen die Schwachstellen ihrer Reform, sie versuchen, auf die Fragen ehrlich zu antworten - so ehrlich, wie sie es sich in dieser Halböffentlichkeit trauen.

Das ist weniger, als den verkorksten Hartz-Reformen angemessen wäre, aber mehr, als sich die Linken erhofft hatten. "Wir sind der Reparaturbetrieb für viele vorgelagerte Systeme, die nicht funktionieren", sagt Alt. Das Wort "Systeme" übersetzt er gern. Er meint damit unter anderem eine "gescheiterte Integrationspolitik" und das "Bildungssystem". Sein Chef Weise lächelt schon lange nicht mehr. Er fühlt sich durch die Fragen der Abgeordneten ein wenig in die Ecke gedrängt. Aber er bleibt höflich. Weise spricht jetzt offen von "klaren Fehlentwicklungen" bei der Weiterbildung der Arbeitslosen. Am Ende gesteht er sogar die Ohnmacht seiner Behörde, Pardon, Agentur ein. "Unser Hauptproblem ist, dass wir nichts im Angebot haben", sagt Weise. "Nichts" heißt hier: keine Arbeit. "Wir können nur mit äußerster Mühe den Mangel verwalten."

Gregor Gysi ist zufrieden. Der Fraktionschef dankt Weise und Alt für ihren Besuch. "Bundesagentur für Arbeit klingt ja so schön", sagt Gysi zu seinen Gästen. "Aber was machen Sie, wenn es keine Arbeit gibt? Insofern, aber nur insofern, tun Sie uns ein bisschen leid." Weise starrt auf die gegenüberliegende Wand des Fraktionssaales. Dort hängt ein großes Plakat mit einem Spruch von Heiner Müller. "Wir stecken bis zum Hals im Kapitalismus" steht darauf.

taz vom 11.5.2006, S. 6, 125 Z. (TAZ-Bericht), JENS KÖNIG

Fassen wir zusammen:

"Aktivierender Sozialstaat" bedeutet nichts anderes als:
"Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen."

Inzwischen gibt der Chef der Bundesagentur für Arbeit allerdings zu:
"Wir haben keine Arbeit im Angebot."

Welche Schlussfolgerung muss man/frau daraus ziehen?


Liebe Grüße:.
san.draB@web.de

MarioZschiesche

registriert am 08.04.2005



Beiträge: 1284


Beitrag vom 12.05.2006 15:28
Re: Bundesagentur für Arbeit: "Wir haben keine Arbeit im Angebot."

Vorsicht, Leute, beim Antworten nicht den ganzen Text kopieren! Die Sozialromanfachautorin zeigt euch sonst wegen Plagiats an!

QuixliPutzli

registriert am 15.03.2005



Beiträge: 2558


Beitrag vom 12.05.2006 15:42
Re: Bundesagentur für Arbeit: "Wir haben keine Arbeit im Angebot."

Sandra Burger schrieb:
-------------------------------------------------------

> Fassen wir zusammen:
>
> "Aktivierender Sozialstaat" bedeutet nichts
> anderes als:
> "Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen."

unabhängig von dem aktuellen dummen politikergeschwätz ist es grundsätzlich richtig, dass sozialleistungen aktivierende wirkungen haben sollten. was m.e. nicht heißen darf, dass jmd. für 3 € putzen gehen soll.

> Inzwischen gibt der Chef der Bundesagentur für
> Arbeit allerdings zu:
> "Wir haben keine Arbeit im Angebot."

ich kenne kaum arbeitgeber, die ihre freien stellen der arbeitsagentur melden. dafür sind deren erfahrungen mit selbiger zu übel.

> Welche Schlussfolgerung muss man/frau daraus
> ziehen?

diese: sein leben in die eigene hand nehmen!

und diese:

Das Leben ist eine Herausforderung, nimm sie an.
Das Leben ist Liebe, lebe sie.
Das Leben ist ein Traum, erkenne es.
Das Leben ist ein Spiel, spiele es!
(Sathya Sai Baba)

MarioZschiesche

registriert am 08.04.2005



Beiträge: 1284


Beitrag vom 12.05.2006 17:42
Re: Bundesagentur für Arbeit: "Wir haben keine Arbeit im Angebot."

Sandra Burger schrieb:
-------------------------------------------------------
>
> "Aktivierender Sozialstaat" bedeutet nichts
> anderes als:
> "Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen."
>
> Inzwischen gibt der Chef der Bundesagentur für
> Arbeit allerdings zu:
> "Wir haben keine Arbeit im Angebot."
>
> Welche Schlussfolgerung muss man/frau daraus
> ziehen?
>
>
Dass Sie, die Sie den zweiten Satz auf den eigens von Ihnen erfundenen ersten Satz beziehen, eine Hetzerin sind.



1 mal bearbeitet. Zuletzt durch MarioZschiesche am 12.05.06 17:43.

Karl

subversiv

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Beitrag vom 12.05.2006 21:00
SPD stinkt nach Fisch

"Wer arbeitet, soll etwas zu essen haben, wer nicht arbeitet, braucht nichts zu essen." Franz Müntefering, Bundesminister für Arbeit und Soziales
http://www.vossmonaut.ulrich-voss.de/images/quastenflosser.jpg

Der Fisch namens SPD. (stinkt vom Kopfe her)

MarioZschiesche schrieb:
-------------------------------------------------------
> Sandra Burger schrieb:
> --------------------------------------------------
> -----
> >
> > "Aktivierender Sozialstaat" bedeutet nichts
> > anderes als:
> > "Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen."
>
> >
> > Inzwischen gibt der Chef der Bundesagentur
> für
> > Arbeit allerdings zu:
> > "Wir haben keine Arbeit im Angebot."
> >
> > Welche Schlussfolgerung muss man/frau daraus
> > ziehen?
> >
> >
> Dass Sie, die Sie den zweiten Satz auf den eigens
> von Ihnen erfundenen ersten Satz beziehen, eine
> Hetzerin sind.

Nein nein, der Hetzer bist schon du und dein komischer c.e.-Kreis hier auf tazDiss.

Die absolut zynische "Logik" von Münte und Agentur, die Sandra hier klar heraus arbeitet und die dir angeblichem taz-Mitaebeiter wieder mal nicht einleuchtet ist doch ganz die folgende:

1. Fischkopp Münte sagt: ohne Arbeit gibt's kein Essen
2. Arbeitsagentur sagt: Arbeit gibt's nicht.
3. Also bedeutet aktivierender Sozialstaat, dass viele Menschen nichts essen dürfen.

Eine schlimme Hetze gegen den Sozialstaat, wenn man eine kleine Wahrheit ausspricht, gelle Zschiesche?

Aber - ach! - die Wahrheit, die gibt's ja gar nicht.

Und jetzt wissen wir auch sofort, warum Wahrheit nur "Meinung" heissen soll ...-! :idee:

Karl

Wenn der Mensch von den Umständen gebildet wird, so muß man die Umstände menschlich bilden.

rabenkrähe

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Beitrag vom 13.05.2006 01:55
Re: Wirtschaftswachstum(??): offenen Auges ins Desaster ("Der New-Orleans-Effekt")

Immerhin haben mittlerweile die ersten Arbeitsagentur-Mitarbeiter Hartz IV-Anträge gestellt-smiling smiley))) :rabe:

Ich komme nicht für die Schulden Deiner Frau auf...

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MarioZschiesche

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Beitrag vom 14.05.2006 12:34
Re: SPD stinkt nach Fisch

Den Satz

"'Aktivierender Sozialstaat' bedeutet nichts
anderes als:
'Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen.'"

hat Frau Burger erfunden, was wollen Sie mir denn da an Verfälschung vorwerfen?



1 mal bearbeitet. Zuletzt durch MarioZschiesche am 14.05.06 12:34.

Sandra Burger

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Beitrag vom 30.05.2006 13:24
Zynische "Logik" / Die "natürliche" Lösung

Hi @ all,

das Massen-Verarmungsprogramm (Hartz IV) und die Gesundheits"reform" sollen - so die Verlautbarungen - sicherstellen, dass "der Sozialstaat auch in Zukunft finanzierbar bleibe".

Wird das Kalkül der "Führungsschicht" aufgehen?

Albrecht Müller - "Machtwahn"
Wie eine mittelmäßige Führungsschicht uns zugrunde richtet
[www.rbi-aktuell.de]

[...] Der Arbeitstitel von Müllers Buch lautete ursprünglich: "Dumm oder korrupt?" Keine schlechte Frage - möchte man meinen - führt man sich Entwicklung und Zustand der Republik vor Augen. Dem Verlag schien dies dann doch zu frech. Und zu gewagt. Warum eigentlich? Angesichts der Situation in diesem unserem Lande hätte man ein wenig umformulieren müssen: "Dumm und korrupt?" [...]

Man kann nur zustimmen, wenn Müller behauptet "In keinem Land ist der makroökonomische Sachverstand so gering wie bei uns". Der Autor beklagt die ideologische Wende seit Anfang der siebziger Jahre. "Deutschland war in den letzten dreißig Jahren zwar immer Stabilitätsweltmeister, aber bei den realwirtschaftlichen Zielen Wachstum und Beschäftigung haben wir es im internationalen Vergleich nur zu höchst bescheidenen Ergebnissen gebracht." Das kann man in der Tat nicht leugnen.
[...]
Müller stellt die Frage, ob Deutsche Bank-Chef Ackermann so viel mehr schafft als sein unterster Mitarbeiter? "Wenn es oben nicht mit rechten Dingen zugeht, warum sollten sich dann alle anderen nach den >überkommenen< moralischen Spielregeln richten?" Für Müller einer der Gründe für eine zunehmende Spaltung der Gesellschaft. Dramatisch gestiegenen Managergehältern steht der Abstieg von immer mehr Menschen auf Arbeitslosengeld II-Niveau gegenüber. Gefahren für die Demokratie erwachsen für den Autor daraus, das Teile der Gesellschaft die Rolle "wirtschaftspolitischer Versuchskaninchen" spielen müssen. "Wie ehedem der Kommunismus so unterwirft der Neoliberalismus die Menschen dem Zwang, sich den neuen Gegebenheiten anzupassen, anstatt die Gegebenheiten nach den Bedürfnissen der Menschen zu gestalten."

Darin sieht Müller "im Kern keine liberale, sondern eine feudale Bewegung". [...]

Welche "Logik", welcher Plan steckt hinter dieser unsäglichen neo-feudalen Politik?

Schaut man sich die Prognosen des Statistisches Bundesamts zur Bevölkerungsentwicklung an, dann kann man sich nur schwer dem Eindruck entziehen, dass die Politiker in ihrer Rat- und Ideenlosigkeit nur einen einzigen Weg zur Lösung des Problems der Massenarbeitslosigkeit im Sinn haben: Die "natürliche" Lösung.

"Wenn Du arm bist, musst Du früher sterben." Gilt das auch heute noch?

Vorlesung Medizin – Soziologie (Prof. Dr. Olaf v. d. Knesebeck)
Soziologische Modelle der Krankheitsentstehung [pdf-Datei; 328 kB]

[www.uke.uni-hamburg.de]

Die Politiker scheinen zu hoffen - und bauen offensichtlich darauf, dass sich das Problem bis zum Jahr 2030 von selbst löst und zwar dadurch, dass die Arbeitslosen (bzw. die arme Bevölkerungsschicht) bis dahin entweder das Rentenalter erreicht haben oder - vorher - verstorben sind.

Letztere Option scheint man von Seiten der Politik zu favorisieren, wobei die Gesundheits"reform" - dann - eine in diesem (zynischen) Sinne "optimale" Ergänzung zur Arbeitsmarkt"reform" wäre, denn es ist bekannt, dass Arme eine signifikant geringere Lebenserwartung haben:

Rentenversicherung als Mittel, um die Unterschichten auszuplündern? [www.rolofs.net]

In diesem Kontext ist die folgende Meldung/Information hochinteressant:

Die Katastrophe als Chance [www.taz.de]

[...] Nun ist es keineswegs so originell, den Arbeitsmarkt mit der Demografie zu verknüpfen. Das tat schon die Rürup-Kommission, die seit Herbst 2002 tagte, um Renten und Krankenkassen zu reformieren. Bevor sich die Experten überhaupt an die Arbeit machten, beauftragten sie das Schweizer Prognos-Institut, die deutschen Arbeitslosenzahlen in den nächsten Jahrzehnten zu schätzen. Das Ergebnis war ernüchternd: Selbst für 2020 wurden noch 7 Prozent Arbeitslose vorausgesagt. Erst 2030 sollte die Zahl auf 4,4 Prozent sinken. [...]

taz vom 16.2.2006, S. 11, 241 Z. (Kommentar), ULRIKE HERRMANN


Bevölkerung
Statistisches Bundesamt Deutschland
[www.destatis.de]

dort:

Aktuelle Themen der Bevölkerungsstatistik
[...]
Animierte Alterspyramide 1950-2050
[www.destatis.de]

Liebe Grüße:.
san.draB@web.de


Legende, nicht ganz stubenrein
(von Erich Kästner)
[www.rolofs.net]

[..]
Und die Armen müssten nichts entbehren,
wenn es nur nicht so sehr viele wären. [..]




2 mal bearbeitet. Zuletzt durch Sandra Burger am 30.05.06 18:41.

MarioZschiesche

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Beitrag vom 30.05.2006 17:07
Re: Zynische "Logik" / Die "natürliche" Lösung

Sandra Burger schrieb:
-------------------------------------------------------
>
>
> Die Politiker scheinen zu hoffen - und bauen
> offensichtlich darauf, dass sich das Problem bis
> zum Jahr 2030 von selbst löst und zwar dadurch,
> dass die Arbeitslosen (bzw. die arme
> Bevölkerungsschicht) bis dahin entweder das
> Rentenalter erreicht haben oder - vorher -
> verstorben sind.
>
> Letztere Option scheint man von Seiten der Politik
> zu favorisieren,

Genau: Weg mit allen Politikern, her mit einem neuen ... forad.

rabenkrähe

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Beitrag vom 04.06.2006 01:22
Re: Wirtschaftswachstum(??): offenen Auges ins Desaster ("Der New-Orleans-Effekt")

Zwischen den geistlosen, sprachlichen und inhaltsleeren Entgleisungen eines armseligen Ohoisten (und anderer....) fand sich folgende Sentenz:

Welche "Logik", welcher Plan steckt hinter dieser unsäglichen neo-feudalen Politik?

Schaut man sich die Prognosen des Statistisches Bundesamts zur Bevölkerungsentwicklung an, dann kann man sich nur schwer dem Eindruck entziehen, dass die Politiker in ihrer Rat- und Ideenlosigkeit nur einen einzigen Weg zur Lösung des Problems der Massenarbeitslosigkeit im Sinn haben: Die "natürliche" Lösung.

.........

Das ist natürlich wirklich schlimm. Nur, so frage ich mich, welches andere System hätte es jemals irgendwie geregelt bekommen, daß auf einen aktiven Arbeitnehmer hierzulande so runde 2,5 Leistungsbezieher kommen?
De facto ernährt also dieser eine Arbeitnehmer 2,5 Menschen. Das nenne ich Effektivität.
Seit der Eingemeindung der DDR und dem ungelenken Globalisierungs-Hinterhergehinke, werden vorhandene Mittel und Potenzen dazu genutzt, Leistungsbedürftige so gut wie irgend möglich zu ernähren.
Das ist auch gut so.
Nur: Bei aller Kritik an diesem, unserem System, welches andere System wäre je in der Lage dazu gewesen?
Und wie kann wieder dorthin gekommen werden, daß Mittel nicht nur zum notwendigen Erhalt der Lebensgrundlagen, sondern auch zur Investition wieder eingesetzt werden können?

:rabe:

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Sandra Burger

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Beitrag vom 15.11.2006 15:01
Der Markt löst das Armutsproblem nicht

Geschenktipp für Weihnachten:

Joseph Stiglitz: Die Chancen der Globalisierung
Aus d. Engl. von Th. Schmid, Schmidt; Siedler Verlag, München 2006, 446 S., 24,95 Euro
© DIE ZEIT, 09.11.2006 Nr. 46
Mücke und Elefant
Der Markt löst das Armutsproblem nicht. Joseph Stiglitz, Ökonom und Nobelpreisträger, entwirft eine gerechtere Globalisierung.
Von Thomas Assheuer
[www.zeit.de]

[...] Der Marktfundamentalismus hat Schiffbruch erlitten

Einmal in Schwung, entzaubert Stiglitz noch eine Reihe anderer neoliberaler Glaubenssätze. Dass die Liberalisierung der Kapitalmärkte – »ein Schlüsselelement marktfundamentalistischer Wirtschaftspolitik« – anhaltendes Wachstum erzeuge, hält er für ein Gerücht. Ausgerechnet der IWF habe längst stillschweigend eingeräumt, »dass Liberalisierung zu Instabilität und nicht zu Wachstum führt«. Nicht zufällig kehrten viele Länder dem Marktfundamentalismus den Rücken. »Indien und China erkannten, dass man mit Kapital, das von heute auf morgen kommt und geht, keine Arbeitsplätze schaffen kann.« So scheint die »Ära der Handelsliberalisierung« vorerst zu Ende zu sein. Während protektionistische Strömungen in den Industrieländern zunähmen, wendeten sich viele Entwicklungsländer vom Marktradikalismus des »Washington Consensus« wieder ab. Dieses Modell habe ausgedient. »Diejenigen, die sich daran hielten, erlitten Schiffbruch. Bestenfalls erreichten sie kümmerliche Wachstumsraten, schlimmstenfalls haben sie mit wachsender Ungleichheit und Instabilität zu kämpfen.« [...]



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